25. Mai 2023

Haut und Hormone

Was passiert mit der Haut in der Pupertät?

Jeder hat sie, diese körpereigenen Botenstoffe beeinflussen von Geburt an Körperfunktion, die Haut, Leistungsfähigkeit und die Stimmung.

Zu schaffen machen sie uns, wenn sich durch sie in der Pubertät, Schwangerschaft oder im Klimakterium der Körper und die Haut verändern. Und obwohl sie nur in minimaler Konzentration gebildet werden, ist ihre Wirkung immens. Eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion, Diabetes, Menstruationsstörungen, Haarausfall und Hautprobleme gehören zu den bekanntesten Beispielen.

 

Haut intern

Die Haut verfügt über viele verschiedene Rezeptoren für Hormone. Östrogene, Progesteron und Androgene sind einige davon – mit großem Einfluss auf das Erscheinungsbild der Haut. Gleichzeitig wird die Haut nicht nur durch die im Blutkreislauf befindlichen Hormone beeinflusst. Auch in ihr selbst werden sowohl in geringen Mengen Hormone produziert, als auch Hormone in andere, den Stoffwechsel beeinflussende Substanzen umgewandelt. Ungefähr dreißig verschiedene Hormone und Hormongruppen sind in den Hautzellen und im Unterhautfettgewebe aktiv. Wie sich Haut und Hormone wechselseitig beeinflussen und welchen Anteil die hauteigene Hormonproduktion am gesamten System hat, wird seit einigen Jahren in einer neuen medizinischen Disziplin – der Dermato-Endokrinologie – intensiv erforscht.

 

Die Pubertät – Stürmische (Haut)Zeiten

Beginnend mit der Pubertät verändert sich der Hormonspiegel des Körpers. Unter dem Einfluss von Androgenen (männl. Geschlechtshormonen), die auch bei Frauen gebildet werden, steigt die Talgdrüsenaktivität sowie die Keratinisierung (Verhornung) der Haut. Dies führt, wenn die Talgausführungsgänge offen sind, nur zu einer fettigen Haut. Wenn diese Kanäle aufgrund der stärkeren Verhornung verengt oder verstopft sind, kann der Talg nicht abfließen. Es können sich Komedonen (Mitesser), Papeln und Pusteln bilden. In Kombination mit einem aus dem Gleichgewicht geratenen Hautmilieu, das die Vermehrung von Aknebakterien begünstigt, entstehen schnell Entzündungsreaktionen bis hin zu einer Akne. Aber Achtung, nicht nur die Hormone beeinflussen die Akne, sondern auch viele andere Faktoren. Lassen Sie sich doch einfach in einer Hautsprechstunde beraten. Eine Akne ist nicht ausweglos!

 

Hautalterung - beeinflussbar durch medical beauty

Erste Fältchen, beginnender Elastizitätsverlust und eine häufig trockenere, empfindlichere Haut sind unliebsame erste Zeichen der Hautalterung, die jeden Menschen betrifft. Dieser natürliche Prozess wird durch mehrere Faktoren beeinflusst: Zum einen spielen äußere Einflüsse wie UV-Strahlung, Rauchen, Alkohol und Umweltbelastungen eine starke Rolle (extrinsische Hautalterung). Andererseits wird sie durch die Veranlagung sowie die hormonellen Veränderungen im Laufe des Lebens bestimmt (intrinsische Hautalterung). Zunehmend sinkt die Wasserbindungsfähigkeit, die Talgdrüsenaktivität nimmt ab, die Produktion neuer Hautzellen ist verlangsamt, die Haut wird dünner. Um der extrinsischen Hautalterung vorzubeugen, sollten – neben der Vermeidung von schädlichen äußeren Einflüssen – Pflegeprodukte mit hohem Radikalfängerpotenzial, UV-Schutz und besonderen Anti-Aging-Wirkstoffen und Hautbehandlungen beim Profi im Fokus stehen.

 

Mein Tipp:

Medical Beauty Hautbehandlungen mit Radikalfänger wie Vitamin C und E schützen vor oxidativem Stress, Anti-Aging-Wirkstoffe können den Collagenabbau verlangsamen bzw. den -aufbau wieder anregen. So kann die Hautstruktur verbessert werden, dem Elastizitätsverlust entgegengewirkt und Fältchen gemindert werden.